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Tango der vielen Millionen – Buenos Aires

Dreizehn Millionen Menschen, sagen die einen – sechszehn Millionen sagen die anderen. Zahlen, nichts als Zahlen. Die schiere Wucht der Fläche, der breiten Alleen, der chaotischen Geschichte. Die irrwitzige Leidenschaft, die durch Einwanderer aus Italien, Spanien, Schottland und Wales, vielen europäischen Juden und vielen Menschen der jüngeren Flüchtlingsgeneration – diese wird bestimmt durch Flüchtlinge aus Peru, Bolivien oder auch Ecuador – geschmiert wird. Ein Schmelztiegel, ein Kuriositätenkabinett und eine anschauliche Vorführung in Sachen „arm und reich“, wenn nachts Hunderte der sogenannten cartoneros auf der Suche nach in Pesos verwertbarer Pappe und Papierreste mit ihren Handkarren durch die vermüllten Straßen ziehen. So vieles geballt am Rio de la Plata. Die Stadt mit einem Namen, der nicht entfernter von der Wahrheit liegen könnte: Buenos Aires.

An der ersten Kreuzung, die ich nach der Ankunft mit dem Taxi erreiche, biegt einer der vielen Linienbusse um die Ecke. Ein Colectivo. Es ist sehr warm, daher hat der Fahrer die Vordertür geöffnet. Obwohl der Bus prall gefüllt ist, sitzt der Fahrer rauchend am Steuer. Das Fenster geöffnet, stößt er den Qualm elegant und entspannt aus, hupt nebenbei noch ein soeben an der nächsten Kreuzung anhaltendes Auto aus dem Weg und schafft es neben all dem noch, sich lautstark mit einem neben ihm stehenden älteren Fahrgast zu unterhalten. Einen Meter vor meiner Nase biegt der Bus dann links ab und lässt die alten Fensterläden aus Holz klappern. Noch eine Minute, nachdem der Bus weg ist, liegen seine rußigen Abgase in der Luft.

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