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An den Ufern von Lissabon

Manchen Städten eilt ein unsentimentaler, aber durch und durch positiver Ruf voraus und doch denkt man so gut wie nie an sie.

Nicht aus mangelnder Wertschätzung oder weil ihnen etwas Negatives anhaftet – im Gegenteil: Der Mangel an schlechten Nachrichten aus einer Stadt kann auch dazu führen, dass man sie nicht so oft auf dem Radar hat. Als in Paris die Anschläge vom November 2015 verübt wurden, hatte dies auf die Stadt und ihre Ausstrahlung nicht allzu viel Einfluss. Menschen auf der ganzen Welt sprechen täglich dieses Wort aus – „Paris“ – egal, ob sie in dem Moment positive oder negative Assoziationen haben. Andere Städte sind nur deswegen in aller Munde, weil man mit ihnen sofort Schreckensmeldungen in Verbindung ruft. Aleppo. Kannte irgendein Mensch im Westen (außer diejenigen, die sich professionell mit der arabischen Welt und der Region des Nahen Ostens im Speziellen auseinandersetzen) vor zehn Jahren überhaupt diesen Namen? Wussten mehr als, na sagen wir mal, 2% überhaupt von der Stadt oder davon, dass sie in Syrien liegt und wie alt sie ist?

Lissabon. Guter Ruf, aber so gut wie nie in den Nachrichten. Keine Anschläge, keine Katastrophen, keine Toten. Kein Krieg. Der Name steht für – ja, wofür eigentlich? Bevor ich ankam, schwirren mir Bilder und Worte durch den Kopf, all das, was meiner Meinung, meiner Erwartung nach, diese Stadt ausmacht. Melancholie. Fado Musik. Gegrillter Fisch. Wein. Sonne. Der Tejo, der hier in den unendlich großen Atlantik mündet.

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